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Welche Kamera ist für wen geeignet?

Bei der Vielzahl verschiedener Kameramodelle und -typen stellt sich jedem Einsteiger die Frage, welche Kamera für ihn am geeignetsten ist. Natürlich entbehrt es jeder Realität, jedes am Markt erhältliche Modell zu diskutieren und zu analysieren. Deshalb werden an dieser Stelle typische "Fotografenprofile" angesprochen und erläutert, welche Art von Digitalkamera für ihn am geeignetsten ist.

Die angesprochenen Profile und ihre Beschreibungen beruhen auf jahrelanger persönlicher Erfahrung und Austausch mit Kamera-Nutzern. Sie wurden so gewählt, dass sich nahezu jeder, der sich eine Kamera kaufen möchte, in einer Kategorie in einem Punkt wiederfinden sollte, auch wenn man nicht in allen Punkten mit einer Gruppe übereinstimmt.

Gelegenheits- und Schnappschussfotograf

Erinnerungsfotos auf Ausflügen und Reisen sowie Schnappschüsse von beispielsweise Feiern, der Familie oder Kindern machen den Löwenanteil Ihrer fotografischen Tätigkeiten aus. Sie sehen die Kamera als Gebrauchsgegenstand und möchten ohne Übung und Beschäftigung mit Foto-Technik schöne Bilder erhalten.

Hier können Digicams ihre Stärken ausspielen. Die Vollautomatiken ermöglichen bei nahezu allen Situationen schöne Fotos. Weitere Einstellungen von Aufnahmeparametern oder Motivprogrammen sind in der Regel überflüssig.

Digicam mit 5-fach-Zoom

Die Kamera sollte einen mittleren Zoom haben und den Brennweitenbereich von etwa 25-200 oder 300 Millimeter Kleinbild-Äquivalent abdecken. Hiermit ist man für praktisch alle Schnappschuss-Situationen gut gerüstet. Beim Kauf sollte man auf eine kurze Reaktionszeit bzw. Auslöseverzögerung der Kamera achten.

Gerade bei kleinen Kindern ist ein gewisser Abstand und damit ein leichter bis mittlerer Zoom von Vorteil. Sie spielen und bewegen sich ungezwungener, wenn man ihnen mit der Kamera nicht zu nahe kommt.

Kann man auf einen Zoom verzichten, genügt für diese Gruppe von Fotografen möglicherweise bereits eine gute Smartphonekamera. Viele Gelegenheitsfotografen nutzen ausschließlich Smartphonekameras. Beim Kauf eines Geräts empfiehlt es sich, im Internet Testberichte zu lesen und nach hochwertigen Kameras zu recherchieren. Hier gibt es sichtbare Qualitätsunterschiede.

Möglichst preiswert bzw. gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Sie haben nur ein sehr geringes Budget zur Verfügung und möchten möglichst wenig Geld investieren. Oder Sie möchten einen großen Funktionsumfang und hohe Qualität für Ihr Geld, also ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bereits für einen Preis von ca. 50 bis 100 Euro erhält man einfache Digitalkameras, die in der Regel einen für heutige Verhältnisse kleinen optischen Zoom (drei- bis fünffach) haben. Diese Digicams haben oft nur einen stark eingeschränkten Einstellungs- und Funktionsumfang. Meist eignen sie sich nur für einfache Schnappschüsse mit Vollautomatik.

Für diesen Preis erhält man natürlich keine High-End-Geräte. Die Sensoren und Objektive sind meist nur von einfacher Qualität. Das Rauschen ist vergleichsweise stark, so dass diese Kameras nur bei guten Lichtverhältnissen (ggf. mit Blitzlicht) ansehnliche Fotos liefern. Die Bildqualität ist insgesamt mit der einer Smartphonekamera vergleichbar. Zu beachten ist auch, dass diese billigen Kameras eine größere Auslöseverzögerung als teurere Modelle haben.

Eine interessante Alternative für den preisbewussten Einsteiger im Digicam-Bereich sind Kameras in der Preisklasse um etwa 120 bis 150 Euro, die nur wenige manuelle Einstellungsmöglichkeiten und einen oben beschriebenen relativ kleinen Zoom aufweisen. Bei diesen Kameras wird das für diese Extras gesparte Geld meist in eine gute Abbildungsqualität gesteckt, so dass sie für ihren Preis sehr gute Bilder liefern.

Besitzer eines Handys oder Smartphones kommen oft schon mit den in diese Geräte integrierten Kameras aus, wenn Zusatzfunktionen von anderen Kameras nicht benötigt werden.

Beim guten Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlen sich andere Kameras.

Bridgekameras der Einsteigerklasse bieten einen sehr großen Brennweiten- und Funktionsumfang für einen akzeptablen Geldbetrag: Bereits für 150 bis 250 Euro erhält man Modelle, die einen großen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis zum Superteleobjektiv und zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten aufweisen.

Trotz ihres wohl besten Preis-Leistungs-Verhältnisses aller derzeit auf dem Markt befindlichen Kameratypen muss man sich damit abfinden, dass sie eine etwas längere Auslöseverzögerung aufweisen und die Bildqualität, insbesondere bei ungünstigen Lichtverhältnissen, etwas schlechter ist als bei anderen Kameras. Das macht sich in der Regel jedoch erst bei starken Nachvergrößerungen deutlich bemerkbar.

Hobbyfotograf

Fotografie möchten Sie ernsthaft als Hobby betreiben. Qualitativ hochwertige Ergebnisse sind Ihnen sehr wichtig, und im Idealfall haben Sie bereits konkrete Vorstellungen bezüglich Ihrer Lieblingsmotive, beispielsweise Landschaft oder Architektur.

Spiegelreflexkameras der Einsteigerklasse sind in diesem Fall das Gerät der Wahl. Die Bildqualität ist hervorragend, und für jedes Spezialgebiet gibt es passende Objektive und Zubehör.

Spiegelreflexkamera mit Standard-Zoom

Je nach Hersteller erhält man Einsteigermodelle inklusive Standard-Zoom bereits zu einem für diese Kameras günstigen Preis von ca. 330 bis knapp 400 Euro (Stand: Februar 2015).

Hauptsache wenig Ausrüstung bzw. Gepäck

Früher oder später wird wohl jeder Fotograf mit Situationen konfrontiert, bei denen man so wenig Foto-Gepäck wie möglich transportieren möchte. Sei es beispielsweise auf Flugreisen, bei Gedränge auf Veranstaltungen oder einfach nur aus Bequemlichkeit: Eine große Ausrüstung kann in manchen Fällen hinderlich sein.

Die größte Flexibilität auf kleinstem Raum bieten Reisezoom-Kameras. Das sind Kompaktkameras (Digicams) mit einem extremen Zoom vom Weitwinkel bis zum Supertele. Brennweitenbereiche von 25 bis 500 oder sogar 700 Millimeter Kleinbild-Äquivalent sind erhältlich.

Reisezoom-Kamera

Die Abbildung zeigt eine Reisezoom-Kamera mit Zoom-Objektiv in maximaler Telestellung (hier: 20-fach-Zoom; 500 Millimeter Kleinbild-Äquivalent). Die Kamera selbst ist etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel.

Kommt es auf ein paar 100 Gramm Gewicht nicht an, sind die oben bei "Preis-Leistungs-Verhältnis" beschriebenen Bridgekameras und Spiegelreflexkameras mit einem Superzoom-Objektiv (z.B. 28-200 Millimeter KB-Äquivalent) ebenfalls eine Option. Hier werden mit einer Kamera nahezu alle Motivgruppen abgedeckt.

Benutzt man zum Transport und zur Aufbewahrung eine entsprechende Fototasche, kommt man hierbei auf ein Gepäckstück mit etwa einem Kilo Gewicht und ca. 20*14*18 Zentimeter Größe.

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