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Smartphonekameras

Kameras, die in Handys und Smartphones eingebaut sind, gehören in der Alltagsfotografie zu den am häufigsten verwendeten Kameras. Ihre schnelle Betriebsbereitschaft, gute Bildqualität und stete Verfügbarkeit sind die größten Vorteile der Smartphonekameras. Dieser Artikel beleuchtet diese Geräte genauer und zeigt ihre Möglichkeiten und Grenzen auf.

Bildqualität

Smartphonekameras liefern bei guten Lichtverhältnissen eine gute Bildqualität. Die Schärfe und Auflösung ist mit der einer preiswerten Kompaktkamera vergleichbar. Unter ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen werden die Bilder abhängig vom Smartphone-Modell mehr oder weniger stark verwaschen bzw. das Bildrauschen nimmt zu.

Insgesamt kann gesagt werden, dass moderne Smartphones eine Fotoqualität erreicht haben, die in die Alltags- und Schnappschussfotografie gute Ergebnisse verspricht.

Das Foto stellt eine unbearbeitete Smartphone-Aufnahme bei Tageslicht dar.

Smartphonefoto bei Tageslicht.

Originalbild: 2592*1944 Pixel; 2,79 MB

Das folgende Bild ist ebenfalls ein unbearbeitetes Originalfoto, diesmal jedoch unter für fotografische Zwecke mäßiger Kunstlicht-Beleuchtung. Bereits im Vorschaubild erkennt man rechts oben in den dunklen Bildpartien Bildrauschen. Im Originalbild sieht man, insbesondere bei voller Auflösung, dass das gesamte Foto mehr oder weniger stark grisselig mit einem leichten Aquarell-Effekt erscheint. Während es für Album-Ausdrucke bis etwa A4-Format noch akzeptabel ist, sind solche Fotos bei starken Ausschnittsvergrößerungen kaum zu gebrauchen.

Smartphonefoto bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

Originalbild: 3920*2940 Pixel; 2,37 MB

Aufbau einer Smartphonekamera

Smartphonekameras sind am oberen Ende des Geräts komplett in das Gehäuse eingelassene Optiken, die von einem Schutzglas bedeckt sind. Dahinter befindet sich der Bildsensor. Neben dem Objektiv befindet sich eine Lampe, die sowohl als Blitzlicht als auch als Autofokus-Hilfslicht dient. Die Abbildung zeigt eine typische Handykamera.

Typische Smartphonekamera

Die Sensorauflösung ist mit anderen Digitalkameras vergleichbar. Es sind Auflösungen von bis zu 30 Megapixel erhältlich, aber üblich sind 20 bis 24 Megapixel.

Die Bedienung bzw. Einstellung erfolgt über das Menü auf dem Touchscreen. Letztendlich handelt es sich hierbei um eine App. Eine separate, mechanische Auslösetaste ist nicht bei allen Geräten vorhanden. Der Auslöser ist dann ein Bedienelement auf dem Touchscreen.

Objektiv und Zoom

Vereinzelt gibt es auf dem Markt bereits Smartphones mit einem optischen Zoom. Der Standard ist derzeit jedoch ein leichtes Weitwinkelobjektiv mit einem je nach Modell sehr starken Digitalzoom. Er ermöglicht Bildausschnitte, die die eines starken Teleobjektivs der 300 Millimeter-Klasse (Kleinbild-Äquivalent) erreichen können. Der Digitalzoom wird in einem separaten Artikel ausführlich erklärt.

Umgang mit Smartphonekameras

Der Umgang mit bzw. die Bedienung einer solchen Kamera ist in weiten Teilen mit einer Digicam vergleichbar. Dennoch gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

Halten des Smartphones

Die Form des Handys und die Anordnung der Bedienelemente auf dem Touchscreen verführen zum Bedienen und Halten mit einer Hand, insbesondere im Hochformat. Hiervon kann nur abgeraten werden. Mit beiden Händen hält man das Smartphone wesentlich ruhiger und sicherer als einhändig. Die Gefahr des Verwackelns einer Aufnahme wird so erheblich verringert.

Dieser Tipp ist besonders wichtig, wenn die Kamera ausschließlich mit einem Button auf dem Touchscreen ausgelöst werden kann. Die Gefahr, die Aufnahme zu verwackeln, ist hier erfahrungsgemäß größer als bei einer Auslösetaste am Gerät selbst.

Auslöseverzögerung

Wie bei allen Digitalkameras gilt es auch hier, die Auslöseverzögerung zu beachten. Nach Betätigung des Auslösers, egal ob mechanisch oder auf dem Screen, dauert es einen kurzen Moment, bis das Bild aufgenommen wird. Daher sollte man die Kamera auch nach dem Auslösevorgang so lange ruhig halten, bis das aufgenommene Foto als Standbild bzw. die Speicherung im Bilderordner angezeigt wird.

Streulicht

Meiner Erfahrung nach reagieren diese Kameras im Vergleich zu anderen Kameratypen anfälliger auf seitlich einfallendes Streulicht. Dieses macht sich in Form von Reflexionen und einem flauen, kontrastärmeren Foto bemerkbar.

Soweit es möglich ist, sollte man darauf achten, dass man am Bildrand und vor allem rechts und links neben sich keine hellen Lichtquellen hat. Die Störungen durch Reflexionen erkennt man oft erst auf dem fertigen Foto und nicht auf der Displayvorschau. Ein flaues Foto erkennt man auch oft erst auf einem größeren Bildschirm.

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