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Normalobjektive

Normalobjektiv mit 50 Millimeter Brennweite

Klassisches 50 Millimeter-Normalobjektiv.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich im Vollformat (entspricht dem Kleinbild-Format alter analoger Systeme) "das" Normalobjektiv mit 50 Millimeter Brennweite bei unzähligen Fotografen als Standardobjektiv durchgesetzt. Dieses Objektiv besitzt viele Vorteile, so dass es auch heute noch für ambitionierte Amateure durchaus interessant ist.

Dieser Artikel ist vor allem für Nutzer von Spiegelreflex- und Systemkameras mit Wechselobjektiven gedacht. Bei Kompaktkameras ist es konstruktionsbedingt nur sehr schwer möglich, die Normalbrennweite exakt einzustellen, zumal sie auf dem Objektiv nicht angegeben bzw. markiert ist.

Was ist ein Normalobjektiv?

Die Normalbrennweite in Bezug auf das verwendete Bildformat ist definitionsgemäß die Brennweite, bei der das fotografierte Motiv in einer natürlichen Perspektive erscheint. Das entspricht einem vom Objektiv erfassten Bildwinkel von 45 Grad. Diese Brennweite fällt in guter Näherung mit der Diagonalen des Bildsensors in Millimeter zusammen. Längere Brennweiten holen entfernte Objekte heran, sie vergrößern das Motiv. Kürzere Brennweiten lassen entfernte Objekte weiter weg erscheinen, das Bild wirkt tiefer als das Motiv mit dem bloßen Auge.

Auch wenn das 50 Millimeter-Objektiv nach wie vor als das eigentliche Normalobjektiv bezeichnet wird, ist es in der heutigen Zeit, in der es viele verschiedene Sensorgrößen gibt, eigentlich zweckmäßiger, in Anleitungen und Beschreibungen allgemein von "Normalbrennweite" als von "dem" Normalobjektiv zu sprechen.

Beim bei Amateurfotografen weit verbreiteten APS-C-Format von digitalen Spiegelreflexkameras beträgt die Normalbrennweite nach oben genannter Definition beispielsweise 27 Millimeter. Man kann also das festbrennweitige 28 Millimeter-Objektiv, das im Vollformat ein mittleres Weitwinkelobjektiv darstellt, hier als Normalobjektiv ansehen. Umgekehrt stellt das klassische 50 Millimeter-Normalobjektiv im APS-C-Format ein leichtes Teleobjektiv dar.

Vorteile des Normalobjektivs

Auch wenn sich Zoom-Objektive bei gängigen Brennweitenbereichen weitgehend durchgesetzt haben, bietet ein Normalobjektiv einige Vorteile gegenüber Zooms, die dieses Objektiv in manchen Aufnahmesituationen zu einem überaus nützlichen Ausrüstungsgegenstand machen.

Lichtstärke

Normalobjektive (in Bezug auf Lichtstärke sind speziell 50 Millimeter-Objektive gemeint) gehören zu den lichtstärksten Objektiven überhaupt. Es gibt sie mit Lichtstärken von 1,8; 1,4 und 1,2. Es gibt zwar auch (bezogen auf das Vollformat) leichte Weitwinkel- und Teleobjektive mit vergleichbaren Lichtstärken, sie sind jedoch im Vergleich zum 50 Millimeter-Objektiv unverhältnismäßg teuer.

Hiermit kann man in vielen Situationen noch aus der Hand fotografieren, bei denen man mit Zooms oder weniger lichtstarken Festbrennweiten bereits ein Stativ benötigt. Diese Objektive sind daher ebenfalls von unschätzbarem Wert, wenn man in Situationen fotografieren möchte, bei denen der Einsatz von Blitzlicht verboten ist. Das ist beispielsweise oft in Museen oder bei Anwesenheit von Fernsehkameras der Fall. Diese können beschädigt werden, wenn ein Blitzlicht in das Objektiv gelangt.

Keine perspektivischen Verzerrungen

Wie eingangs beschrieben, geben Normalobjektive (normal in Bezug auf die Sensorgröße) die Perspektive naturgetreu wieder. Diese Objektive kommen daher oft zum Einsatz, wenn es auf eine möglichst realistische Darstellung ankommt. Beispiele hierfür sind die Dokumentar- und Produktfotografie.

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